News-Ticker

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Bilanz des Bürgermeisters für 2025

Zum Ende des Jahres hat die Volksstimme Bürgermeister Jonas Samsel zum Verlauf des Jahres gefragt. Er zieht Bilanz und erzählt, was in der Gemeinde gemeinsam geschafft wurde und welche großen Projekte im neuen Jahr geplant sind. Auch zum Dauerbrenner im Ort – die Sanierung der Sekundarschule – gibt es einen kurzen Bericht über den Stand der Bauarbeiten. 

 

Was zählen Sie zu den größten Herausforderungen in diesem Jahr (und wie konnten sie gemeistert werden)?

 

Wir haben zu Beginn des Jahres einen ambitionierten Haushalt verabschiedet, der das gesellschaftliche Leben im Dorf adressiert und gleichzeitig in die Unterhaltung der Infrastruktur investiert. Parallel haben wir weiter für die Zukunft geplant. Besonders herausfordernd war es, in den wenigen Monaten nach Genehmigung unseres Haushaltsplanes die geplanten Vorhaben auch umzusetzen. Dabei musste die Solidität des Haushaltes im Blick behalten werden, um trotz der Ausgaben und Investitionen langfristig stabile und ausgeglichene Gemeindefinanzen zu gewährleisten. Denn es ist sehr wichtig, die Handlungs- und Zukunftsfähigkeit der Gemeinde in den kommenden Jahren abzusichern. 

 

Rückblickend bin ich insgesamt glücklich darüber, was wir gemeinsam in diesem Jahr geschafft haben. So haben wir planmäßig die Erweiterung des Fußweges samt Straßenbeleuchtung in der Schricker Straße in Zielitz abgeschlossen. Zum ersten Mal wurden umfassende Elektro-, Renovierungs- und Malerarbeiten in der historischen Trauerhalle in Schricke durchgeführt. Eine komplett neue Möblierung wurde auch angeschafft. Dabei haben die Kameradinnen und Kameraden der Ortsfeuerwehr Schricke ehrenamtlich bei den Malerarbeiten geholfen. Wir haben weiterhin eine neue Bleibe für unsere Johanniter-Motorradstaffel finden müssen. Hier drängte die Zeit, da die Motorräder im Feuerwehrgerätehaus Zielitz untergebracht waren und die Ortswehr einen neuen MTW erwartete. Ich bin froh, dass eine neue Bleibe auf unserem Bauhof gefunden wurde. Dort wurden neue Unterstellmöglichkeiten für die Motorräder geschaffen. 

 

Wir konnten leider aus verschiedenen Gründen einige Vorhaben nicht wie geplant umsetzen. So haben wir uns aufgrund der ausbleibenden Erträge im Bereich der Gewerbesteuern und der Aufwendungen für die laufende Sanierung der Sekundarschule dazu entschieden, den Neubau des Sozialtraktes für das Schwimmbad erst mal auf Eis zu legen. Es wäre finanziell nicht zu verantworten gewesen. In unserem Freibad hatten wir zudem mit einem langfristigen Personalausfall zu kämpfen, der zu Beginn der Saison so nicht vorhersehbar gewesen ist. Ich bin stolz, dass wir mit vereinten Kräften und mit Unterstützung durch unseren Partner – den DRK-Kreisverband Börde – die Saison gut absichern konnten. So mussten wir nur einen Tag betriebsbedingt schließen. Das Schulschwimmen und die Schwimmkurse konnten abgesichert werden. 

 

Was hat Sie 2025 am meisten überrascht?

 

Positiv überrascht hat mich, wie viel Eigeninitiative in Zielitz und Schricke besteht, etwas für die Orte und das gesellschaftliche Leben zu tun. So habe ich mich sehr über die erste Aktion „Schricke putzt sich“ im Sommer gefreut, das von der Ortfeuerwehr organisiert wurde oder die sehr gute Resonanz beim „Lebendigen Adventskalender“, der an den Adventssonntagen von Menschen aus unseren Orten organisiert wurde. Das bestätigt mich darin, dass die Menschen in unseren Orten Lust haben, sich mit einzubringen und Positives zu bewirken. Das müssen wir weitere fördern, entwickeln und vor allem wertschätzen. 

 

Welche Schwerpunkte sollen im neuen Jahr gesetzt werden?

 

Wichtigstes Vorhaben ist die Fertigstellung der Sanierung der Sekundarschule. Weiterhin haben wir uns weitere kleinere und mittlere Bau- und Sanierungsmaßnahmen vorgenommen.  So haben wir bereits die Auftragsvergabe für die Erneuerung der kompletten Straßenbeleuchtung in der Dorfstraße in Schricke noch im Dezember vorgenommen. Im ersten Halbjahr wird dann die alte Straßenbeleuchtung aus DDR-Zeiten endlich verschwinden. Wir haben u. a. auch die Umgestaltung des Hinterhofes des Mehrgenerationenhauses in der Ramsteder Straße geplant. Hier soll ein Grill- und Freizeitplatz für Jung und Alt entstehen. Im Kalibad werden wir umfassende Reparaturarbeiten am Nichtschwimmer-Becken umsetzen. Auch der Imbiss wird renoviert und eine neue Holzüberdachung auf dem gepflasterten Hof erhalten. Unsere Gäste können dann dort gemütlich im Freien sitzen und die Speisen sowie Getränke von unserem neuen Betreiber genießen. Auch suchen wir noch neues Personal für den Service und die Kasse. 

 

Wir wollen weiterhin die Planungen für den Anbau des Feuerwehrgerätehauses in Schricke vorantreiben, um angemessene Umkleidemöglichkeiten für die Kameradinnen und Kameraden zu schaffen. Auch der Neubau des Sozialtraktes soll weiter Thema bleiben. Wir werden im nächsten Jahr versuchen über Fördermittel eine Finanzierung für das baureife Projekt zu entwickeln. Geeignet sind hier besonders die Mittel für die Kommunen aus dem Sondervermögen des Bundes, die eine einmalige Chance für umfassende Investitionen in unsere Gemeinde bieten.  

 

Auch bei den Veranstaltungen in unserer Gemeinde soll es Veränderungen geben. So planen wir eine Erweiterung unseres Festes der Vereine im Sommer. 

Mir liegt besonders am Herzen, dass wir weiter die kommenden Jahre im Blick haben und Herausforderungen angehen. Um unsere Gemeinde fit für die Zukunft zu machen, werden wir weiter an einem Dorfentwicklungskonzept arbeiten und erste Maßnahmen umsetzen. Hierbei streben wir die langfristige Zusammenarbeit mit Experten an, die uns bei der Entwicklung und Umsetzung eines zukunftsorientierten, tragfähigen, sozialen und infrastrukturellen Gesamtkonzeptes für die Gemeinde begleiten sollen. Unser Ziel ist es, unsere Gemeinde so weiterzuentwickeln, dass sich bei uns alle Menschen – unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebenslage – wirklich zu Hause fühlen können. Dabei wollen wir einen besonderen Fokus auf die aktive Gestaltung des demografischen Wandels legen. 

 

Dauerbrenner Sekundarschule Zielitz: Wie ist derzeit der aktuelle Stand?

 

Wir sind in diesem Jahr spürbar vorangekommen. Davon konnte sich der Gemeinderat bei seiner letzten Begehung überzeugen. Bei diesem Mammutprojekt sind wir auf der Zielgeraden zum erfolgreichen Abschluss. Trotzdem hätten wir uns gewünscht, dass schon zum Ende des Jahres die Baumaßnahmen weitgehend abgeschlossen wären. Doch es ist im Innenbereich noch einiges zu tun. In den kommenden Wochen wird der Innenausbau abgeschlossen. Die Klassen- und Fachräume werden zu Beginn des neuen Jahres fertiggestellt. Es werden letzte Fußboden-, Maler- und Elektroarbeiten abgeschlossen. Dann folgen auch die letzten Maler- und Elektroarbeiten sowie die Endmontagen in den Fluren und Sanitärbereichen. Positiv hervorheben möchte ich hierbei in Hinblick auf den Bauablauf die gute Koordinierung und Kommunikation zwischen dem Landkreis, dem Bauamt der Verbandsgemeinde, den Planungsbüros sowie den einzelnen Gewerken, um das Projekt im neuen Jahr zügig zum Abschluss zu bringen. 

 

Die Abnahme sowie die Inbetriebnahme der Haustechnik erfolgen sukzessive ab Januar. Sollte diese störungsfrei verlaufen, kann der bereits vorbereitete Umzug durch den Landkreis erfolgen, mit dem es eine enge Abstimmung gibt, um keine weitere Zeit zu verlieren. Parallel erfolgt dann die Neugestaltung der Außenanlagen an der Vorderseite des Gebäudekomplexes. Das Gelände von Theater, Grundschule und Hort sowie der untere Schulhof der Sekundarschule sind bereits weitgehend fertiggestellt worden und schon in Nutzung. 

 

Gemeinsam mit dem Landkreis und der Verbandsgemeinde wollen wir in den nächsten Wochen entschlossen daran arbeiten, dass der reguläre Schulbetrieb schnellstmöglich im laufenden Schuljahr beginnen kann. Uns ist bewusst, dass Schüler, Eltern und Lehrkräfte lange genug durch den sehr eingeschränkten Schulbetrieb belastet sind. 

 

Wenn Sie für 2026 drei Wünsche frei hätten – welche wären das?

 

Keine leichte Frage. Ich wünsche mir, dass weiter viele Menschen in unserem Ort ehrenamtlich aktiv bleiben oder es noch werden. Ohne das Engagement von vielen Bürgerinnen und Bürgern wäre unsere Gemeinde nicht lebendig, vielfältig und attraktiv. Ein weiterer Wunsch wäre – wie schon in diesem Jahr –, dass wir mit unserem Haushalt gut durch das Jahr kommen und keine großen Abstriche machen müssen. 

 

Abschließend will ich zum Ausdruck bringen, dass ich mit Sorgen auf die Landtagswahlen blicke. Ich wünsche mir, dass sich die Menschen in der Wahlkabine für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Freiheit und Menschenwürde entscheiden. Ein Wahlerfolg für autoritäre und antidemokratische Kräfte wäre ein großer Schaden für Sachsen-Anhalt. Eine handlungsfähige Landesregierung ist unerlässlich, auch um bei uns vor Ort weiter aktiv politisch gestalten zu können. 

 

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Veröffentlichung

Zielitz
Di, 30. Dezember 2025

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